{"id":6083,"date":"2024-09-10T12:43:52","date_gmt":"2024-09-10T10:43:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.avu-online.de\/?p=6083"},"modified":"2024-09-10T12:43:52","modified_gmt":"2024-09-10T10:43:52","slug":"empfehlungen-zur-novellierung-von-p21-verpackg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.avu-online.de\/en\/empfehlungen-zur-novellierung-von-p21-verpackg\/","title":{"rendered":"Empfehlungen zur Novellierung von \u00a7 21 VerpackG"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bundesregierung und EU-Kommission haben sich den Ausbau der Kreislaufwirtschaft und den Ressourcen- und Klimaschutz zum Ziel gesetzt. Die Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) unterst\u00fctzt diese Ziele vollumf\u00e4nglich und setzt sich insbesondere f\u00fcr verbesserte Recyclingf\u00e4higkeit, die Erh\u00f6hung des Rezyklateinsatzes in Kunststoffverpackungen und eine Gesetzgebung auf Basis von Wettbewerbsprinzipien ein.<\/p>\n<p><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Koalitionsvertrag sieht eine \u00dcberarbeitung des Verpackungsgesetzes vor, um \u201eressourcenschonendes und recyclingfreundliches Verpackungsdesign sowie den Rezyklateinsatz\u201c zu belohnen. In diesem Zusammenhang plant das Bundesumweltministerium nun eine Novellierung von \u00a7 21 VerpackG (\u201e\u00d6kologische Gestaltung der Beteiligungsentgelte\u201c). Die Unternehmen der Verpackungs- und Kreislaufwirtschaft sehen in der finanziellen Privilegierung nachhaltiger Verpackungsl\u00f6sungen durch st\u00e4rkere Spreizung der Systembeteiligungsentgelte Chancen. Ihre Expertise bringen sie gerne in eine langfristig tragf\u00e4hige und rechtssichere Gestaltung von \u00a7 21 VerpackG mit wirksamer \u00f6kologischer Lenkungswirkung ein. Die AVU empfiehlt die Ber\u00fccksichtigung folgender Punkte:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein transparenter, gesetzlich festgelegter Preisaufschlag auf die Beteiligungsentgelte\u00a0 kann Anreize f\u00fcr den Einsatz besonders recyclingorientierter Verpackungsl\u00f6sungen setzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li>Der von der Materialart unabh\u00e4ngige Preisaufschlag sollte von den Inverkehrbringern jener Verpackungen entrichtet werden, die noch nicht hochgradig recyclingf\u00e4hig sind. Die Einordnung der Verpackungen sollte nach einer gesetzlich festgelegten Methodik auf Grundlage des ZSVR-Mindeststandards f\u00fcr die Bemessung der Recyclingf\u00e4higkeit erfolgen. Der Mindeststandard muss daf\u00fcr regelm\u00e4\u00dfig, transparent und unter Einbezug aller Stakeholder weiterentwickelt und an die auf EU-Ebene \u00fcber die PPWR entwickelte Klassifizierung angepasst werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr eine b\u00fcrokratiearme L\u00f6sung kann auf bestehenden Mechanismen aufgesetzt werden: Die dualen Systeme sollten die Preisaufschl\u00e4ge bei den Verpackungs-Inverkehrbringern \u00fcberpr\u00fcfbar einziehen und an einen Fonds weiterleiten. Der Fonds sollte privatrechtlich organisiert sein und bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) angesiedelt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li>Die Fondsmittel sollten hochgradig recyclingf\u00e4hige Verpackungen sowie den Einsatz von Recyclingmaterialien diskriminierungsfrei bonifizieren. Dabei ist angemessen zu ber\u00fccksichtigen, dass der Einsatz von Kunststoffrezyklaten in Lebensmittelverpackungen aus rechtlichen Gr\u00fcnden bisher kaum m\u00f6glich ist. Auch nachwachsende Rohstoffe, eingesetzt in innovativen Verpackungsl\u00f6sungen, sollten bei der Bonifizierung ber\u00fccksichtigt werden. Unternehmen, die eine hochgradige Recyclingf\u00e4higkeit der Verpackung nachweisen oder einen zertifizierten Nachweis f\u00fcr das eingesetzte Material aus haushaltsnahen Sammlungen erbringen, k\u00f6nnen nach einem transparenten Mechanismus eine Auszahlung durch den Fonds erhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li>Bei der ZSVR ist ein Gremium einzurichten, das die dauerhafte Mitsprache der Industrie bei Fragen der Fondsverwaltung und der Mittelverwendung gew\u00e4hrleistet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<p><!-- \/wp:post-content --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Ein novellierter \u00a7 21 VerpackG kann die Recyclingf\u00e4higkeit von Verpackungen steigern und den Sekund\u00e4rrohstoffmarkt anregen. Feste Preisaufschl\u00e4ge und ein privatrechtlich organisierter Fonds erg\u00e4nzen das in Deutschland etablierte, \u00f6kologisch vorteilhafte und kosteneffiziente Wettbewerbssystem der dualen Systeme. Gleichzeitig ist eine faire Kostenzuordnung des Recyclingaufwands und der Materialerl\u00f6se je nach Verpackungsfraktion in den Lizenzentgelten f\u00fcr Verpackungen unabdingbar.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit einer kurzfristigen Umsetzung eines neuen \u00a7 21 VerpackG kann Deutschland ein \u00fcberzeugendes Vorbild f\u00fcr die gem\u00e4\u00df der neuen EU-Verpackungsverordnung ab 2031 vorgeschriebene Lizenzentgelt-Modulierung nach \u00f6kologischen Kriterien schaffen und neue Dynamik in den Sekund\u00e4rrohstoffm\u00e4rkten ansto\u00dfen. \u00a0<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Eine PDF der Stellungnahme finden Sie <a href=\"https:\/\/www.avu-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/AVU-Empfehlungen-zur-Novelle-von-\u00a7-21-VerpackG_Sep24.pdf\">here<\/a>.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesregierung und EU-Kommission haben sich den Ausbau der Kreislaufwirtschaft und den Ressourcen- und Klimaschutz zum Ziel gesetzt. 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